Ohren auf! Das neue Jugendprogramm der Internationalen Stiftung Mozarteum Ziel des Programms ist es, die Kreativität der Kinder und Jugendlichen zu fördern sowie klassische und zeitgenössische Musik zu einem selbstverständlichen Lebensbestandteil junger Menschen zu machen. Die jungen Gäste der Stiftung Mozarteum sollen Musik selbst erleben und ihren eigenen, individuellen Zugang entwickeln. Insgesamt bietet die Internationale Stiftung Mozarteum mit „Ohren auf!“ im Laufe der kommenden Saison 150 Projekte an, die vom vorbereiteten Konzertbesuch über thematische Museumsführungen bis hin zu mehrtägigen Workshops reichen. Tobias Henn, seit Jänner 2008 Leiter der ISM-Jugendarbeit, setzt bei der Konzeption von „Ohren auf!“ einen besonderen Schwerpunkt darauf, dass die Musikangebote unabhängig von sozialer Herkunft oder finanziellen Verhältnissen in Anspruch genommen werden können. Aus diesem Grund richten sich auch zahlreiche Angebote gezielt an Schulen und Kindergärten. Die Veranstaltungen verteilen sich über das ganze Jahr und werden begleitet von wissenschaftlichen Studien und einem Weiterbildungsprogramm für Salzburger Kindergartenpädagogen. Die Internationale Stiftung Mozarteum freut sich, dass ihr neues Jugendprogramm von Beginn an in Salzburg und überregional auf großen Zuspruch stieß. So konnten neben der Stadt Salzburg, der Universität Mozarteum, der Fachhochschule Salzburg, dem ORF, dem Orff-Institut, der Salzburg Biennale, Jeunesse Österreich und der Residenzgalerie Salzburg auch die Robert Bosch Stiftung sowie die Bertelsmann Stiftung als Kooperationspartner gewonnen werden. Hier können Sie das Jugendprogramm als PDF downloaden (1,4 MB): Broschüre
Jugendprogramm 08/09Grundsätze des Kinder- und Jugendprogramms „Ohren auf!“ Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, mit Musik in Berührung zu kommen “Ohren auf!“ wendet sich an alle – ganz besonders aber an Kinder und Jugendliche, die nicht ohnehin von ihren Eltern an klassische Musik herangeführt werden. Die meisten Angebote richten sich daher weniger an Privatfamilien als an Schulklassen oder Kindergartengruppen. Die Kinder nehmen mit der ganzen Klasse oder Kindergartengruppe an den Veranstaltungen teil. Durchgehendes Angebot von 0 – 18 Jahren Das Jugendprogramm richtet sich an Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren. Einbeziehung aller Bereiche der Internationalen Stiftung Mozarteum Die ISM bietet durch ihre drei Kernbereiche Konzert, Museum und Wissenschaft die große Chance der bereichsübergreifenden Vernetzung. Daher basiert das Kinder- und Jugendprogramm der ISM auf der inhaltlichen Verknüpfung der einzelnen Bereiche. Nachhaltige Angebote Die Angebote werden soweit möglich vor- und nachbereitet. Inhalte aus den Workshops oder den Veranstaltungen werden vorab in den Schulklassen vorbereitet und sollen auch nach der Veranstaltung noch weiter im Unterricht behandelt werden. Angebote in der Saison 2008/09 rojekte nach Altersgruppen Für Kinder bis 2 Jahre KONZERTE FÜR ELTERN UND IHRE JÜNGSTEN: MITTENDRIN Musik verbindet, Musik berührt: Die „Mittendrin“-Konzerte richten sich speziell an Eltern und ihre Jüngsten bis zum Alter von zwei Jahren. Die Idee dahinter: Während des einstündigen Konzerts widmet ein Elternteil dem Kind seine ungeteilte Aufmerksamkeit und erlebt mit ihm gemeinsam die Wirkung der Musik. In Kooperation mit dem Orff-Institut Salzburg Für 3- bis 6-Jährige KOMMT MIT, HÖRT ZU, MACHT MUSIK! LAUSCH-KONZERTE Den Zauber der Musik schon früh erfahren: Die „Lausch-Konzerte“ richten sich an Kindergartengruppen, aber auch an Familien mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren (und ihre Geschwister). Die Konzerte eröffnen die ganze Welt der Töne und Klänge: Die Kinder dürfen der Musik lauschen, mitsingen, tanzen und sie gemeinsam mit ihren Eltern oder Kindergartenpädagogen erleben. Für 7- bis 10-Jährige MUSIK IST MAGISCH – ERLEBT DEN ZAUBER! PICCOLO-KONZERTE Auch in der Saison 2008/09 gibt es wieder sechs bunte Programme für Kinder im Volksschulalter. Die „Piccolo-Konzerte“ bieten Geschichten, Abenteuer sowie Märchenhaftes aus der Welt der Musik und laden zum Mitmachen und Mitsingen ein. In Kooperation mit Jeunesse – Musikalische Jugend Österreichs! AUF MOZARTS SPUREN MUSEUMSFÜHRER FÜR VOLKSSCHULKINDER Immer wieder fragen Schulklassen nach Materialien, um ihren Museumsbesuch in Mozarts Geburtshaus vor- oder nachzubereiten. Deshalb werden wir eine Heftreihe als Museumsführer für Kinder im Volksschulalter veröffentlichen. So können die jungen Besucher Mozarts Geburtshaus auf eigene Faust erkunden. Für 11- bis 14-Jährige OHREN AUF, FILM AB! VIDEO-PROJEKT EDGAR VARÈSE Beim Dialoge-Festival Ende November 2008 wird das Stück „Déserts“ von Edgar Varèse zu hören sein. Ein Video-Projekt, das sich an Jugendliche zwischen 11 und 14 Jahren richtet, bietet nach den Sommerferien die Möglichkeit, den Zugang zu Varèses Musik über das Medium Film zu erarbeiten. In Kooperation mit der Fachhochschule Salzburg FEEL THE BEAT! PERCUSSIONWORKSHOP MIT MARTIN GRUBINGER Am 30. September 2008 eröffnet der Multipercussionist Martin Grubinger jun. die Konzert-Saison in der Stiftung Mozarteum. Am Konzerttag bietet der Künstler einen exklusiven Workshop für eine Schulklasse an. Für 11- bis 18-Jährige SENSAI! – MUSIK REIST UM DIE WELT JAPAN-PROJEKT ZU DEN DIALOGEN/SALZBURG BIENNALE 2009 Im März 2009 (19.-22.3.) koproduziert das Festival „Dialoge“ der Internationalen Stiftung Mozarteum zusammen mit der neuen „Salzburg Biennale“ ein Wochenende mit dem Komponisten Toshio Hosokawa und traditioneller japanischer Musik. Ein Kooperationsprojekt mit der Residenzgalerie Salzburg bietet Jugendlichen eine Entdeckungsreise durch die japanische Kultur. In Kooperation mit der Residenzgalerie Salzburg STARS ZUM ANFASSEN KÜNSTLER IN DIE SCHULEN Wie hält man eigentlich einen so langen Ton? Wie wird man Opernsängerin? Wie ist es, wenn man in der ganzen Welt unterwegs ist? Fragen, die Katrin und Annette Dasch den interessierten Jugendlichen beantworteten, als die Pianistin und die Sängerin im vergangenen Schuljahr ein Salzburger Gymnasium besuchten. „Künstler in die Schulen“ ermöglicht es Schülern, Musiker kennen zu lernen, ihnen Fragen zu stellen, die sie schon immer einmal stellen wollten und auf diese Weise Schwellenängste in der Begegnung mit Musik abzubauen. BEGEGNUNG MIT MOZART WORKSHOPS ZUR MOZARTWOCHE 2009 Die Mozartwoche ist der Höhepunkt des Veranstaltungsjahres der Internationalen Stiftung Mozarteum. Auch 2009 werden wieder Workshops für Jugendliche angeboten. Die Besonderheit: Die Konzepte der Workshops stammen diesmal von Studierenden der Universität Mozarteum. In Kooperation mit der Universität Salzburg Für 15- bis 18-Jährige MIT MOZART ON AIR: MOZART-REPORTER Bereits während der Mozartwoche 2008 waren Schüler aus Salzburg als „Mozart-Reporter“ mit Mikro und Aufnahmegerät unterwegs. Sie fingen O-Töne von Künstlern, Stimmen aus dem Publikum, Wissenswertes über ausgewählte Werke und aus der Welt hinter den Kulissen des Konzertgeschehens ein. Auch 2009 werden die Nachwuchsreporter wieder mit Mozart auf Sendung gehen. In Kooperation mit dem ORF Salzburg DIE ANTWORT: MUSIK! RESPONSE-PROJEKT In den 1980er-Jahren haben britische Musiker aus dem Umfeld der Neuen Musik ein Projekt zur Musikvermittlung entwickelt, das sich im deutschsprachigen Raum mittlerweile großer Beliebtheit erfreut. „Response“ eröffnet Jugendlichen im Klassenverband den Zugang zur Musik über die eigene Kreativität – eine schöpferische Entdeckungsreise. Für alle Altersstufen AUF DU UND DU MIT DEM BERÜHMTESTEN SOHN DER STADT MUSEUMSFÜHRUNGEN FÜR SCHULKLASSEN Jeder in Salzburg kennt Wolfgang Amadé Mozart und sein Geburtshaus in der Getreidegasse. Doch was wissen die Kinder genau über den Komponisten? Die Museumsführungen in Mozarts Geburtshaus laden ein, auf den Spuren des Wunderkindes zu wandeln. MIT ALLEN SINNEN MOZART MUSEUM & LIVE-MUSIK In Mozarts Geburtshaus erhalten die jungen Besucher einen vielfältigen Eindruck vom Leben und Schaffen Mozarts. „Museum & Live-Musik“ ergänzt die reguläre Führung durch das Haus um eine musikalische Vorführung auf einem historischen Hammerflügel. Studierende der Universität Mozarteum werden den typischen Klang des Instruments vorführen und Originalkompositionen von Mozart und seinen Zeitgenossen spielen. EINTAUCHEN IN EINE ANDERE ZEIT MOZART FÜR SALZBURGER Was trug Mozart eigentlich in seiner Freizeit? Was wurde im Hause Mozart gegessen und wie kam er zur Musik? Fragen, die an jedem ersten Sonntag im Monat anschaulich beantwortet werden – eine spezielle Führung für Familien lässt in eine andere Zeit eintauchen. Begleitende Projekte MUSIKALISCHE ANGEBOTE IM KINDERGARTENALLTAG KINDERGARTEN MACHT MUSIK Es ist erwiesen, dass aktives Musizieren im Kindergartenalter einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Persönlichkeit, sozialer Kompetenzen und die Konzentrationsfähigkeit besitzt. Kinder wünschen ebenso wie ihre Betreuer und Eltern, gemeinsam Musik zu hören oder zu musizieren. Musikalische Angebote im Kindergartenalltag sind immer gefragter – ein Fortbildungskonzept schafft neue Anregungen. In Kooperation mit der Stadt Salzburg und der Bertelsmann Stiftung DAS NETZWERK FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER TEACHERS‘ CLUB Viele der Veranstaltungen, die zu Beginn des Schuljahres 2008/09 starten, richten sich an Schulklassen in Salzburg und Umgebung. Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern ist für ein gutes Gelingen der Projekte unerlässlich. Aus diesem Grund hat die Internationale Stiftung Mozarteum im Juni 2008 den „Teachers‘ Club“ ins Leben gerufen. STUDIE ZUR QUALITÄT DER MUSIKPÄDAGOGISCHEN ARBEIT VON ORCHESTERN UND KONZERTHÄUSERN LERNEN AUS DER PRAXIS Die kinder- und jugendgerechte Musikvermittlung hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Orchester und Konzerthäuser leisten wertvolle Arbeit, um Kinder und Jugendliche abseits ausgetretener Pfade mit einer Vielzahl spannender Projekte an klassische und zeitgenössische Musik heranzuführen. Ihre pädagogische Arbeit besteht darin, neue Projekte und Vermittlungsansätze zu entwickeln. In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung wird nun die Qualität der musikpädagogischen Vermittlungsarbeit von Orchestern und Konzerthäusern genauer untersucht. In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung 16.09.2008 |